Nach zehnmonatiger Zitterpartie kann der Essener RWE-Konzern seine Öltochter Dea doch noch an den Investmentfonds Letterone veräußern. Bis spätestens Anfang März soll der Verkauf umgesetzt werden, teilte der Konzern heute mit.

Die Unternehmenstochter wechselt für fünf Milliarden Euro den Besitzer, das sind 100 Millionen Euro weniger als die beiden Parteien im März 2014 ursprünglich vereinbart hatten. RWE begründet die Differenz mit den „Entwicklungen in Bezug auf bestimmte Bohr- und Förderlizenzen.“ 

Vor allem Großbritannien, vor dessen Küste Dea Öl fördert, hatte sich quer gestellt. Die britische Regierung Großbritanniens habe Bedenken, dass eine Offshore-Gas-Lizenz in die Hand eines russischen Oligarchen fallen würde, berichtete das Magazin Der Spiegel.

Letterone will sich nun aber verpflichten, das britische Dea-Geschäft für mehrere Jahre getrennt von den restlichen RWE-Dea-Aktivitäten zu führen.

Hauptverwaltung (Hamburg) (Dea)