Finanzen
09.10.2014

Nachhaltige Kapitalanlagen in Europa auf dem Vormarsch

Wie der europäische Dachverband für nachhaltige Geldanlagen EUROSIF berichtet, wächst dieses Marktsegment zweistellig und damit schneller als der gesamte europäische Investmentmarkt.

Für Mittelständler wie Konzerne, die sich an nachhaltigen Kritieren orientieren, ist es eine gute Nachricht: Immer mehr europäische Kapitalgeber berücksichtigen bei ihren Entscheidungen auch nichtfinanzielle Aspekte, etwa die ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance), die eine umweltschonende, soziale und verantwortliche Unternehmensführung verlangen. Das kräftige Wachstum von nachhaltigen Anlagestrategien in Europa signalisiere "einen positiven Sinneswandel hin zu mehr Produktverantwortung und Umwelt-, Sozialen und Governance-Belangen", sagte EUROSIF-Geschäftsführer Francois Passant in Brüssel bei der Veröffentlichung der sechsten Studie zu verantwortlichen und nachhaltigen Geldanlagen.

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Die Studie untersucht den Umfang von nachhaltigen Investment-Ansätzen und Trends im europäischen Markt sowie 13 einzelnen Ländern. Dabei zeigt sich, dass Investitionsstrategien, die mit Ausschlusskriterien arbeiten, zwischen 2011 und 2013 um 91 Prozent gewachsen sind und einen Anteil von 41 Prozent (6,9 Billionen Euro) an den professionell gemanagten Assets in Europa einnehmen. Freiwillige Ausschlüsse von Streumunition und Anti-Personen-Minen sind am gebräuchlichsten. Sie umfassen ca. 30 Prozent oder fünf Billionen Euro des europäischen Investmentmarkts.

Fonds und Beteiligungen, die mittels Stimmrechtsausübung ihre Nachhaltigkeitsforderungen aktiv gegenüber den Unternehmen einfordern, haben binnen zwei Jahren um 86 Prozent zugelegt und erreichten 3,3 Billionen Euro. Die Hälfte dieses Zuwachses komme aus dem Vereinigten Königreich, so die Studie - Deutschland plus 48 Prozent.

Thomas Bauer
Keywords:
ESG | Kapitalmarkt | Forum Nachhaltige Geldanlagen
Ressorts:
Finance

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