Klimaschutz
30.10.2015

Nationale Klima-Aktionspläne verfehlen Zwei-Grad-Ziel

fotos: flickr/Tim J Keegan; JK
Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth und Christiana Figueres, Chefin des UN-Klimasekretariats.

Neuer UN-Bericht wertet mehr als 140 nationale Klimaschutzpläne aus.

 

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Die bisher veröffentlichten Klimaschutzpläne von 146 Staaten sind nicht ausreichend, um die globale Erwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen.
Das zeigt ein am heutigen Freitag veröffentlichter UN-Bericht. Bei der Vorstellung des Berichts in Berlin sagte die Chefin des UN-Klimasekretariats, Christina Figueres, dass der „vorhergesagte Temperaturanstieg auf ungefähr 2,7 Grad Celsius bis 2100“ begrenzt werden könne. Figueres: „Das sind gute Neuigkeiten – aber das ist nicht genug.“

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Laut Bericht haben bis zum 1. Oktober alle Industrienationen sowie 75 Prozent aller Entwicklungsländer ihre nationalen Klimaschutzpläne veröffentlicht.

Durch die Umsetzung der Maßnahmen ist laut UN eine Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen von etwa vier Gigawatt-Tonnen bis 2030 möglich.

WWF-Klimaexpertin Regine Günther drängt mit Blick auf die Ende November startende Pariser Klimakonferenz auf zusätzliche Maßnahmen:  „In Paris gilt es einen Mechanismus zu verabschieden, der in kurzen Abständen von fünf Jahren die einzelnen Staaten zwingt, die Emissionen stärker zu reduzieren.“

Vergangene Woche fand in Bonn die letzte Konferenz in Vorbereitung auf den Pariser Gipfel statt (hier lesen). Vertreter der UN-Mitgliedsstaaten haben dort den Grundlagentext für ein internationales Klimaabkommen überarbeitet.

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum UN-Klimagipfel? Dann schreiben Sie uns unter: klimagipfel@bizzenergytoday.com oder per Twitter @bizzenergytoday.

 

 

Jana Kugoth
Keywords:
Klimaschutzabkommen | Paris | Klimagipfel | Christiana Figueres | Berlin | INDCs | nationale Klimaschutzziele | Industrienationen | Entwicklungsländer | Regine Günther | WWF
Ressorts:
Governance | Community

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