12.05.2015

"An nationalen Instrumenten führt kein Weg vorbei“

foto: WWF

„Wie sinnvoll ist die Klimaabgabe?“, lautet im Mai die Frage des Monats von BIZZ energy today. Hochkarätige Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft haben geantwortet.
Lesen Sie hier die Antwort von WWF-Klimaexpertin Regine Günther.

 

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Deutschland wird sein nationales Klimaschutzziel von 40 Prozent Treibhausgas-Minderung in 2020 gegenüber 1990 ohne zusätzliche Maßnahmen verfehlen. Die Bundeskanzlerin und auch der Bundeswirtschaftsminister stehen aber für die Zielerreichung persönlich im Wort. Der Handlungsbedarf ist akut. Die Lücke wird auf sechs bis sieben Prozent der Gesamtemissionen aller Sektoren im Jahr 2020 geschätzt. Dies entspricht zwischen 62-78 Millionen Tonnen CO2, wovon der Stromsektor lediglich 22 Millionen Tonnen erbringen soll. Eigentlich ein zu geringer Betrag, der zusätzlich zu den Minderungen, durch Energieeffizienz und den Aufwuchs der Erneuerbaren erreicht werden soll.  Das neue Klimaschutzinstrument zielt darauf, die Emissionen der ältesten und ineffizienten Braunkohlekraftwerke zu drosseln. Dies ist genau richtig. Gerade in den letzten Jahren haben uralte Kohlekraftwerke viel sauberere und brandneue Kraftwerke verdrängt. Diese Fehlentwicklung muss schnell gestoppt und der Trend umgekehrt werden.
Um die Kohlewirtschaft darf kein Schutzzaum gezogen werden. Solange der europäische Emissionshandel so desolat aufgestellt ist, führt an nationalen Instrumenten kein Weg vorbei.

 

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Die Antwort von Steag-Chef Joachim Rumstadt lesen Sie hier.

Regine Günther
Keywords:
Klimaabgabe | Kohle | WWF | Frage des Monats
Ressorts:
Governance | Community

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