Windenergie
06.03.2018

Neue Ausschreibungsrunde für Onshore-Windparks gestartet

Foto: iStock
Windenergieanlage im Aufbau: Die zweite Ausschreibungsrunde 2018 für Onshore-Windparks ist eröffnet.

Die Bundesnetzagentur hat den zweiten Bieterwettbewerb um Windenergie zu Lande eröffnet. 670 Megawatt sind ausgeschrieben. Erneut gelten verschärfte Bedingungen für Bürgerwindparks.

Das Ausschreibungsvolumen liegt leicht unter dem der vorigen Runde im Februar von 700 Megawatt. Die Bundesnetzagentur begründet das mit dem Zubau von 30 Megawatt an Pilotwindenergieanlagen des vergangenen Jahres. Dieser müsse von den gesetzlich festgelegten 700 Megawatt abgezogen werden. Als Höchstgebot hat die Behörde 6,3 Cent pro Kilowattstunde festgelegt. Gebote müssen bis zum 1. Mai eingegangen sein.

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Wie in der ersten Ausschreibungsrunde dieses Jahres müssen auch die umstrittenen Bürgerenergiegesellschaften für ihre Windpark-Projekte Genehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vorweisen. Von dieser Pflicht waren sie im vergangenen Jahr befreit. Folge war, dass Bürgerwindparks, hinter denen sich oft wenige große Projektentwickler verbargen, den größten Teil der Zuschläge erhielten. (Lesen Sie auch: Länder wollen Pseudo-Bürgerwindparks das Handwerk legen)

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Das hat die Hersteller von Windkraftanlagen erheblich verunsichert. Bürgerenergiegesellschaften wird per Gesetz wesentlich mehr Zeit zugestanden, ihre Windparks zu errichten. Somit ist für die Hersteller wenig berechenbar, wann Anlagen bestellt werden und ob sie ihre Produktionskapazitäten auslasten können. In der Branche herrscht zudem Sorge, dass viele der im vergangenen Jahr bezuschlagten Projekte überhaupt nicht umgesetzt werden.

 

Erste Runde 2018 nur knapp überzeichnet

 

Dieser Trend fand mit den verschärften Bedingungen für Bürgerwindparks in der ersten Ausschreibung dieses Jahres ein Ende. Anders als 2017 war die erste Runde 2018 vergleichsweise nur knapp überzeichnet. Von den 83 Zuschlägen gingen nur 19 an Bürgerenergiegesellschaften. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 4,73 Cent pro Kilowattstunde.

 

Der Bundesverband Windenergie (BWE) zeigte sich nach der Februar-Ausschreibung erleichtert und attestierte dem veränderten Verfahren höhere Wettbewerbsqualität. Zugleich appellierte er an den Gesetzgeber, die Genehmigungspflicht nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz fest in die Bedingungen für Bürgerwindparks aufzunehmen. Für die erste und zweite Ausschreibung des Jahres gilt sie lediglich ausnahmsweise.

 

Lesen Sie auch: Windkraft-Altanlagen – ab 2021 regiert der Strompreis

 

Christian Schaudwet
Keywords:
Windenergie
Ressorts:
Markets

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