Die Ausgliederung in eine flexiblere Tochtergesellschaft der EEX (European Energy Exchange) soll künftige Kooperationen im Handel mit Veschmutzungsrechten erleichtern, teilte die Börse mit. So würden Handlungsoptionen erweitert, „um an der rasanten Entwicklung dieses Marktsegmentes und der zunehmenden Internationalisierung und Verlinkung von CO2-Handelsinitiativen zu partizipieren“, sagte Vorstandsvorsitzender Peter Reitz.

Die EEX hatte bereits 2008 für den Strommarkt (EPEX SPOT SE) und zuletzt 2012 für den Gasmarkt (EGEX) ähnliche Tochtergesellschaften gegründet. Letztere schloss sich im Mai dieses Jahres mit der französischen Powernext zur PEGAS zusammen. Konkrete Pläne zu Kooperationen beim Emissionshandel seien derzeit jedoch noch nicht spruchreif, sagte eine EEX-Sprecherin. 

Für den Handel mit Emissionsberechtigungen gibt es in Europa mehrere Marktplätze, zum Beispiel die European Climate Exchange in London oder Energy Exchange Austria in Wien. Die Leipziger EEX bietet den Handel seit 2005 an. Das Volumen ist dort seitdem von 3,2 Millionen auf etwa 250 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr 2012 gestiegen. Dabei nimmt die EEX im Auftrag der Europäischen Kommission sowie der Bundesrepublik auch Erstzuteilungen von Emissionsrechten vor. 

 

(EEX)