Die Bundesregierung wird die Klimaschutzziele im Verkehrssektor bis 2020 verfehlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am heutigen Mittwoch in Berlin vorgestellte Metastudie des Forums Ökologische Marktwirtschaft (FÖS).  Demnach sind die Ziele der Bundesregierung zur Senkung des CO2-Ausstoßes um 80 Prozent bis 2020 nicht mehr zu erreichen. Seit 1990 ist nach Studienangaben der Ausstoß schädlicher Treibhausgase in etwa gleich geblieben.

Die Analyse untersucht 18 Forschungsszenarien bis 2050, die Biokraftstoffe, strombasierte Kraftstoffe wie Wasserstoff,  Elektromobilität und Effizienzsteigerungen berücksichtigen.

Das Gros der ausgewerteten Studien betont das Potenzial der Elektromobilität. Sie könne die bereits fortgeschrittene Energiewende im Stromsektor sinnvoll nutzen. Ein schneller Durchbruch sei jedoch nicht zu erwarten. FÖS-Experte Matthias Runkel gibt zu bedenken: „Die Elektromobilität kann nicht alle Verkehrsbereiche abdecken.“ Insbesondere in der Schiff- und Luftfahrt müsse man auf andere Technologien ausweichen.

Die Schlussfolgerung der FÖS-Metaanalyse lautet: Für eine Trendwende sind „umfangreiche verkehrs- und energiepolitische Maßnahmen sowie technologische Veränderungen erforderlich.“

Dazu könnte beispielsweise eine erhöhte Besteuerung besonders emissionsreicher Fahrzeuge und Lkw gehören.  

Auch der heute veröffentliche Bericht zur Energiewende dokumentiert Versäumnisse im Verkehrssektor (hier lesen).

Plug-in-Hybrid: Opel Ampera (foto: Flickr/ opelblog)