Stellenabbau
17.07.2012

Neuer RWE-Chef kürzt weitere Stellen

Bei RWE rollen die Köpfe: Neben den bereits angekündigten 8.000 Stellen sollen nun zusätzlich bis zu 5.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Zu den Gerüchten möchte sich der Konzern bislang nicht äussern.

Beim Essener Energiekonzern RWE droht ein größerer Stellenabbau als ursprünglich geplant. Den bereits 2011 angekündigten 8.000 Stellenstreichungen könnten europaweit 2.000 bis 5.000 folgen, berichtet die Rheinische Post (RP) am Dienstag. Über den Abbau sei der Betriebsrat in der vergangenen Woche informiert worden. Ein Teil der Arbeitsplätze, Jobs in der Finanz- und Lohnbuchhaltung sowie dem Rechnungswesen, sollen dabei ins günstigere Ausland verlagert werden.

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Zu dem Medienbericht und den laufenden Gesprächen möchte sich der Konzern nicht äußern. „Details darüber, wie die RWE ihre Effizienz weiter steigern möchte, werden auf der Halbjahreskonferenz am 14. August bekannt gegeben“, erklärt der Konzernsprecher gegenüber BIZZ energy today.

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Bereits in den vergangenen Wochen hatte der neue RWE-Chef Peter Terium vor neuen Einschnitten gewarnt: „Ich will Kündigungen vermeiden, ausschließen kann ich sie ehrlicherweise in diesem schwierigen Marktumfeld nicht“, sagte Terium kurz vor seinem Amtsantritt.

Die Gewerkschaft ist wegen der neuen Abbaupläne verärgert und boykottierte prompt eine Verhandlung zum Kündigungsschutz mit RWE am Montag. „Der Konzern will von uns einen Freibrief für ungehemmten Personalabbau und Outsourcing im großen Stil“, sagte Verdi-Sprecher Christoph Schmitz der RP. Ende diesen Jahres läuft bei RWE der Vertrag aus, der betriebsbedingte Kündigungen untersagt. Verdi möchte diesen Vertrag bis 2023 verlängern.

Daniel Seeger
Keywords:
Energie | RWE
Ressorts:
Markets

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