Zwei Paragrafen im novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) widersprechen sich, so dass Zusammenschlüsse von Windparks ihren Strom nicht mehr je nach der gelieferten Menge anteilig vermarkten können, berichtet das Magazin Der Spiegel (Montagsausgabe).

Das Bundeswirtschaftsministerium weigere sich demnach, den handwerklichen Fehler umgehend zu beheben. Der Behörde sei nur ein einziger solcher Fall bekannt; Windkraftverbände schätzen die Anzahl der davon benachteiligten Unternehmen mit zehn bis zwanzig jedoch wesentlich höher ein.

Dies ist bereits der zweite handwerkliche Fehler, der sich in das neue EEG eingeschlichen hat. Bereits Anfang Juli wurde bekannt, dass eine entsprechende Formulierung ungewollt Förderkürzungen für Hunderte bestehende Biogasanlagen bedeutet hätte, wäre sie in der Form umgesetzt worden. Kurz vor dem Inkrafttreten des EEG hatte die Koalition den Fehler damals noch korrigiert.