Internationale Presseschau
21.01.2014

Neuer Shell-CEO streicht Beteiligung an australischem LNG-Projekt

Shell
Immer mehr Flüssiggastanker fahren über die Weltmeere.

Der neue Shell-Chef Ben van Beurden packt kurz nach Amtsantritt den Rotstift aus. Jetzt verkauft der Öl- und Gasförderer seinen Anteil am gigantischen LNG-Projekt Wheatstone in Australien.

Nach nicht einmal einem Monat im Amt verkauft der neue Shell-CEO Ben van Beurden Anteile an einem Erdgasprojekt im Westen Australiens für rund 850 Millionen Euro, wie der Londoner Guardian berichtet.  Demnach veräußert der niederländisch-britische Öl- und Gaskonzern einen Acht-Prozent-Anteil am Wheatstone-Gasfeld sowie seinen 6,4-Prozent-Anteil am dazugehörigen Flüssiggasterminal (LNG) an die Kuwait Foreign Petroleum Exploration Company (KUFPEC). 

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„Wir treffen schwierige Entscheidungen in unserem weltweiten Portfolio, um Shells Kapitaleffizienz zu verbessern“, erklärte der neue Shell-CEO Ben van Beurden. Sein Unternehmen wolle jedoch auch künftig ein großer Player in der australischen Energieindustrie bleiben. 

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Rekord bei den Ausgaben

Zuletzt blieben die Erträge bei Shell hinter den Erwartungen der Analysten zurück, schreibt der Guardian. Beobachter gehen deswegen nun von deutlichen Einschnitten auf der Ausgabenseite des Konzerns aus, nachdem im vergangenen Jahr hier vorraussichtlich ein Höchstwert von rund 33 Milliarden Euro erreicht wurde.  Bereits im letzten Quartal des Vorjahres arbeitete van Beurden an der Seite des scheidenden Shell-CEO Peter Voser. In dieser Zeit strich der Konzern ein geplantes LNG-Exportterminal in den USA. 

KUFPEC erhöht mit dem Kauf seinen Anteil am australischen LNG-Projekt, das vom US-Gasriesen Chevron geführt wird, auf 13,4 Prozent. Insgesamt soll die Anlage über 20 Milliarden Euro kosten und in wenigen Jahren in Betrieb gehen. Das Flüssiggas ist hauptsächlich für den asiatischen Markt bestimmt. 

 

Daniel Seeger
Keywords:
Australien | Shell | Chevron | Ben van Beurden
Ressorts:
Markets

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