Jahrelang bekriegten sich europäische und chinesische Hersteller von Solarmodulen. Dann verpflichteten sich Importeure aus China, ihre Module zu Mindestpreisen zu verkaufen, um Strafzölle zu vermeiden; zunächst für 56 Cent pro Watt, seit dem 1. April müssen es 53 Cent sein. Jetzt gehen Europas Solarfirmen erneut auf die Barrikaden und haben eine umfassende Beschwerde in Brüssel eingereicht, meldet Spiegel Online.

Der Vorwurf: Führende chinesische Solarfirmen würden systematisch gegen die vereinbarten Mindestpreise verstoßen, im Extremfall habe ein Händler nur 41 Cent pro Watt verlangt. Zwischen Dezember 2013 und April 2014 hätten fast alle namhaften chinesischen Hersteller, darunter Branchengrößen wie Yingli, Trina und LDK, oder aber Händler Solarmodule zu Dumping-Preisen verkauft.

Ausgerechnet zur weltgrößten Branchenmesse unternimmt der Interessenverband EU ProSun um das Bonner Unternehmen Solarworld seinen neuen Vorstoß gegen die Konkurrenz aus China; auf gut 1.000 Seiten hat der Verband rund 1.500 mögliche Verstöße aufgelistet.

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