Welche Unternehmen haben bis jetzt wirklich dem Elektroauto eine Bühne gegeben? Mir fallen nur Tesla und Renault-Nissan ein. Dabei hat Tesla gezeigt, dass man als Start-up der Branche wirklich einen innovativen Impuls auslösen kann. Tesla ist der einzige Anbieter, der kundenorientiert entwickelt, und Elektroautos und Schnellladesysteme mit vernünftigen Reichweiten und Ladezeiten in den Markt gebracht hat. Deshalb ist das Unternehmen so en vogue. Ob sich das für die Aktionäre langfristig auszahlt, weiß heute noch niemand. Aber Tesla ist deutlich weiter, als alle vor drei Jahren vermutet haben.

Mit dem Tesla 3 hat das Elektroauto die Chance, in die Mittelklasse vorzudringen. Die Verkaufszahlen werden nach unserer Einschätzung deutlich besser sein als die des BMW i3. Denn das Preis-Leistung-Verhältnis spricht für den Tesla 3. Hinzu kommt in ein paar Monaten der Chevrolet Bolt, der in Europa dann als Opel Ampera ein wenig später startet und der mit ebenfalls mehr als 300 Kilometer Reichweite das Elektroauto salonfähig macht. Alle erkennen mittlerweile, dass der Weg über die Plug-In Hybride ein Irrweg mit hohen Kosten und wenig Kundenvorteilen ist. Deshalb steuern alle derzeit auf das Tesla-Prinzip zu. Voller Stolz sprechen die Audis oder Porsches von Tesla-Jägern, dabei sind es Tesla-Imitate, die dort entwickelt werden.  

Das Tesla-Prinzip ist einfach und überzeugend: Keine Kompromisse durch sogenannte Plug-In Hybride, 500 Kilometer elektrische Reichweite, Schnellladezeiten von 20 Minuten und ein (eigenes) Schnellladesystem, das Autofahrern etwa quer durch Europa ein schnelles Stromnetz sichert.

Hinzu kommt Dieselgate und das Problem, ab dem Jahr 2022 mit 95 Gramm CO2 und Real Driving Emissions die Mobilität von morgen darzustellen. Der Rückenwind von Dieselgate und die Innovationskraft von Tesla erlauben es, mit dem Tesla 3 einen Schub für das Elektroauto zu erzeugen.

Tesla-Chef Elon Musk bei der Präsentation des Tesla X. (foto: Wikipedia)