Einen flexiblen Liefervertrag über bis zu zwei Milliarden Kubikmeter Erdgas unterzeichnete Eon nun gemeinsam mit dem Lieferanten aus Katar, Rasgas. Bestimmt ist das LNG für den britischen Markt, anlanden soll es dort am Terminal Isle of Grain. 

Für Christopher Delbrück, CEO der Eon Handelssparte Global Commodities, ist der Abschluss inmitten eines sich rasch wandelnden LNG-Marktes ein Erfolg. Das Unternehmen will damit auch seine Abhängigkeit von russischem Pipeline-Gas senken.

Für Eon wird Katar als weltweiter Marktführer im Flüssiggasbereich immer wichtiger. Erst im Herbst 2013 konnte sich der deutsche Versorger zusätzliche Liefermengen vom dortigen Exporteur Qatargas sichern. Bereits seit 2009 hat Eon im katarischen Doha eine Präsenz. In Europa hat sich Eon in niederländischen, britischen und spanischen Häfen Importkapazitäten von jährlich rund sieben Milliarden Kubikmetern Erdgas gesichert und ist darüber hinaus an einem Importterminal in Italien beteiligt. 

Rasgas verfügt laut CEO Hamad Rashid Al Mohannadi in Europa über vier langfristige LNG-Verträge. Insgesamt 37 Millionen Tonnen LNG kann Rasgas jährlich über seine Terminals auf die Märkte in Asien, Europa sowie Nord- und Südamerika exportieren. Das entspricht rund 50 Milliarden Kubikmeter Erdgas, also in etwa der Hälfte des britischen Gasbedarfs.