Die Struktur der Anteilseigner bei der Eon Thüringer Energie Aktiengesellschaft (ETE) ist abgeschlossen. Der neue Kommunale Energiezweckverband Thüringen (KET) hatte bereits im März 2013 die Mehrheit an ETE erworben. Nun hat der Stadtwerkeverband Thüga weitere 6,9 Prozent der Anteile gekauft. Über Details der Transaktionen haben die Unternehmen Stillschweigen vereinbart, hieß es.

Die beiden kommunalen Hauptaktionäre KET und die Kommunale Energie Beteiligungsgesellschaft Thüringen (KEBT) halten mit rund 46 Prozent und etwa 36 Prozent über achtzig Prozent der Anteile. Die Thüga besitzt nun rund 15 Prozent. Die restlichen drei Prozent der Aktien entfallen auf die Gesellschaft der kommunalen Strom Aktionäre in Thüringen (GkSA) und zwei weitere Kommunen. Ab dem Sommer firmiert das Unternehmen unter „Thüringer Energie AG“.

Auch in Berlin gibt es Bestrebungen, dass Stromnetz zu rekommunalisieren. Der Berliner Energietisch will bis zum 10. Juni insgesamt 200.000 Unterschriften einsammeln, um einen Volksentscheid zu erzwingen. Die Zeit drängt. Noch fehlt die Hälfte der Stimmen.