Emissionshandel
02.07.2012

Neuseeländischer CO2-Handel am Boden

Die neuseeländische Regierung entlastet die Wirtschaft beim Emissionshandel. Die ökonomischen Bedingungen sollen damit weiter verbessert werden. Experten erwarten sinkende Preise für neuseeländische Zertifikate.

Die Regierung in Wellington kündigte an, dass CO2-Emittierer bis mindestens 2015 weiter die Hälfte ihrer Emissionen absetzen dürfen. Damit sollen zusätzliche finanzielle Belastungen für die Unternehmen des Landes vermieden werden. Außerdem möchte die Regierung bis 2015 den uneingeschränkten Gebrauch von günstigeren, internationalen Kohlenstoffkrediten beim Emissionshandel des Landes erlauben und den Preis der Zertifikate mit knapp 16 Euro deckeln.

Anzeige

„In Zeiten der Unsicherheit hat sich die Regierung dafür entschieden, den Haushalten und dem produzierenden Gewerbe keine weiteren Kosten aufzuschlagen“, erklärt Handelsminister Tim Groser. Die Spotpreise für neuseeländische Einheiten (New Zealand Units) wurden am Montag mit rund 4,41 Euro gehandelt, eine unmaßgebliche Veränderung nach der Ankündigung. Viele hatten erwartet, dass die Meldung den Markt unter erhöhten Verkaufsdruck bringt.

Anzeige

„Emittierer, die für eine Umsetzung ihrer Verpflichtungen geplant haben, werden nun versuchen, hier ihre führende Positionen aufzugeben“, erklärt die Geschäftsführerin der neuseeländischen Handelsplattform Carbon Match, Lizzie Chambers. Die Preise würden dadurch weiter sinken.

Daniel Seeger
Keywords:
Emissionshandel | Energiehandel
Ressorts:
Governance

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen