Einer aktuellen Studie des Analysehauses Feri Euro Rating zufolge brach das Platzierungsvolumen in geschlossenen Fonds im vergangenen Jahr teilweise um bis zu 50 Prozent ein und erreichte damit einen historischen Tiefstand von insgesamt 3,8 Milliarden Euro. Selbst im Krisenjahr 2009 gelang es Initiatoren noch rund 5,5 Milliarden Euro Eigenkapital einzusammeln. In den Jahren davor platzierte die Branche im Durchschnitt 10 Milliarden Euro jährlich.

Das gesamte Fondsvolumen sank auf 6,3 Milliarden Euro, nach 9,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Zahl der Initiatoren am Markt schrumpfte um 75 auf 251. Der Prokon Regenerative Energie gelang es, 331 Millionen Euro Eigenkapital einzusammeln. Damit landete der Anbieter auf dem ersten Platz im Feri-Initiatoren-Ranking.

„Der Konzentrationsprozess in der Branche setzt sich fort und dürfte angesichts des neuen Kapitalanlagegesetzbuches, das im Juli 2013 in Kraft tritt, weiter anhalten“, erklärt Wolfgang Kubatzki, Mitglied der Geschäftsleitung der Feri Euro Rating Services.

New Energy vorne dabei

Neben deutschen Immobilienfonds konnten 2012 lediglich Fonds aus dem Bereich „New Energy“ Marktanteile gewinnen. Die Anteile kletterten von 12,7 auf 18,9 Prozent. New-Energy-Fonds verzeichneten auch vergleichsweise wenig Verluste. Insgesamt flossen 719 Millionen Euro Eigenkapital in das Segment (2011: 726 Millionen Euro). Das Gesamtvolumen der New-Energy-Fonds betrug insgesamt 1,43 Milliarden Euro, knapp 12 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Zum Vergleich: In Immobilienfonds mit deutschen Investitionszielen flossen 2012 etwa 1,41 Milliarden Euro, das entspricht einem Marktanteil von 54 Prozent und einem Rückgang des Platzierungsvolumens um 28,6 Prozent gegenüber 2011.