Erneuerbare Energien
12.10.2012

Nord-Länder attackieren EEG-Pläne

Die Pläne von Bundesumweltminister Peter Altmaier zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes stoßen auf Kritik. Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen meint, Altmaier leiste damit keinen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Rückendeckung erhielt er aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Die nördlichen Bundesländer, allesamt mit hohen Windenergieanteilen und guten Perspektiven für das Offshore-Geschäft, lehnen den EEG-Vorstoß von Altmaier ab. „Ich finde es anstrengend, dass ein Umweltminister die erneuerbaren Energien allein zum Prügelknaben für steigende Stromkosten macht “, sagte Böhrnsen (SPD) anläßlich einer Veranstaltung der Offshore-Industrieallianz Owia in Berlin.

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Ähnlich äußerte sich sein Kollege, Hamburgs regierender Bürgermeister Olaf Scholz, ebenfalls SPD. Für den Ausbau der Erneuerbaren und speziell der Offshore-Windkraft bedarf es Investitionssicherheit, sagte Scholz. Der Energieminister von Mecklenburg-Vorpommern, Volker Schlotmann (SPD), mutmaßte, das Kostenthema werde bewusste genutzt, um die Energiewende generell in Frage zu stellen.

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Kritik kam auch aus dem CDU-regierten Niedersachsen. Wirtschaftsstaatssekretär Oliver Liersch betonte, ein Ausbaudeckel für Wind- oder Bioenergie sei nicht sinnvoll. Man brauche ein dynamisches Wachstum.

Karsten Wiedemann
Keywords:
Erneuerbare Energien Gesetz | Peter Altmaier | OWIA
Ressorts:
Governance

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