Nordex-Chef Jürgen Zeschky hatte dem Hamburger Unternehmen nach seinem Amtsantritt 2012 einen neuen Kurs verordnet. Statt überall mitzumischen, konzentriert sich der Turbinenhersteller nun auf die Kernmärkte Europa und Nordafrika. Das Offshore-Geschäft wurde eingestampft, Werke in den USA und China geschlossen, die Produktion gestrafft.

Die Strategie zeigt nach gut einem Jahr Wirkung. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr auf 660 Millionen Euro. Treiber war dabei vor allem das Europageschäft, 93 Prozent der Umsätze kamen von hier. Seit Jahresbeginn installierte Nordex Anlagen mit einer Leistung von über 500 Megawatt.

Nordex-Chef sieht Strategie bestätigt

 „Die hohe Nachfrage für unsere Turbinen und die gestiegene Produktivität zeigen, dass wir mit unserer Strategie auf einem guten Weg sind“ , so Nordex-Chef Zeschky. 

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf 15 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum hatte es noch bei Minus 13 Millionen Euro gelegen. Nordex konnte nicht nur mehr Turbinen verkaufen, die gesamte Produktion ist effizienter und günstiger geworden. Der Gewinn lag im ersten Halbjahr bei 1,3 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten bei den Hamburgern noch Verluste von über 20 Millionen Euro zu Buche gestanden. Nordex verfügte Ende Juni über liquide Mittel von 174 Millionen Euro, die Schulden beliefen sich auf 18 Millionen Euro.

Positiver Ausblick

In den kommenden Monaten ist der Turbinenhersteller gut ausgelastet. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahr um 61 Prozent. Der Vorstand erhöhte vor diesem Hintergrund seine Umsatzprognose für das laufende Jahr um 100 Millionen auf 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro. Nordex peilt eine EBIT-Marge von 3,5 Prozent an.

Aktie übertrifft Erwartungen

An der Börse gehört die Nordex-Aktie mittlerweile zu den Stars. Der Wert des Papiers stieg seit Anfang 2013 um 35 Prozent, soviel wie keine andere Aktie im Tec-Dax. Aktuell rangiert das Papier bei 7,50 Euro und damit deutlich über den jüngsten Kurszielen der Analysten von Commerzbank und Warburg Research. 

 

(Foto: Nordex)