Windenergie
11.03.2013

Nordex wächst in Europa

Der Hamburger Turbinenhersteller Nordex konnte im vergangenen Jahr den Umsatz um mehr als 17 Prozent steigern. Vor allem das Europageschäft lief gut.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Hamburger Turbinenbauer die Umsätze um rund 17,3 Prozent auf mehr als 1,75 Milliarden Euro steigern. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Einmalaufwendungen lag mit 14 Millionen ebenfalls über dem Vorjahresergebnis von minus 7,6 Millionen Euro. Nach Steuern und Einmalaufwendungen schreibt Nordex allerdings weiter rote Zahlen.

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Dennoch scheint der Kurs von Nordex-Chef Jürgen Zeschky, seit Frühjahr 2012 im Amt, erste Wirkung zu zeigen. Zeschky will das Unternehmen zu einem Mittelständler umbauen, weniger ist künftig mehr: Das verlustreiche Offshore-Abenteuer wurde beendet, die Produktpalette gestrafft. Das Unternehmen will sich künftig stärker fokussieren und nicht mehr überall aktiv sein.

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Denn die Geschäfte in den USA und China waren für Nordex in der Vergangenheit wenig erfolgreich. Auf dem Kernmarkt in Europa konnte der Turbinenbauer dagegen im vergangenen Jahr einen Umsatzsprung von 28 Prozent erzielen. Mit rund 868 Millionen Euro erwirtschafte das Unternehmen rund drei Viertel des Umsatzes in Europa. Neben der steigenden Nachfrage nach Turbinen konnte Nordex auch mehr im Service-Geschäft verdienen. Für das laufende Jahr geht Nordex von weiterem Wachstum aus. Der Hersteller strebt einen Umsatz von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro an. Die EBIT-Marge soll bei zwei bis drei Prozent liegen. 

Die Analysten der Nord LB reagierten Verhalten auf die Zahlen von Nordex. Zwar lägen die Geschäftszahlen vor Einmalzahlungen leicht über den Erwartungen, der leicht positive Effekt werde aber durch die Sonderkosten kompensiert. Angesichts der schwierigen Branchenbedingungen mit Preisdruck und Überkapazitäten empfehlen die Analysten weiterhin, Nordex-Aktien zu verkaufen.

 

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
Nordex | Windenergie
Ressorts:
Finance

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