Personalie
25.01.2017

Obamas Klimaberater geht ins deutsche Exil

Foto: privat
John E. Morton

Der Finanzökonom John E. Morton forscht ab Herbst an der HHL Leipzig School of Management zur Klimafinanzierung.

John E. Morton zieht es nach Deutschland. Der Finanzökonom wird im Rahmen des Mercator Fellowship-Programms ab dem 1. September an der HHL Leipzig Graduate School of Management zur Klimafinanzierung forschen. Unter US-Präsident Barack Obama war Morton Senior Director for Energy and Climate Change im Weißen Haus.

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Morton will untersuchen, wie mehr Kapital von privaten Investoren, Banken und institutionellen Anlegern für den Klimaschutz mobilisiert werden kann, um die im Paris-Abkommen vereinbarten Ziele zu erreichen.

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Im Dezember 2015 einigten sich die knapp 200 UN-Mitgliedsstaaten darauf, die globale Erderwärmung bis Mitte des Jahrhunderts auf deutlich unter zwei Grad begrenzen zu wollen. Dafür sollen die Emissionen weltweit bilanziell praktisch auf Null gesenkt werden.
Die Klimaziele bedeuten einen milliardenschweren Umbau der Weltwirtschaft. Bis zu 6,2 Billionen US-Dollar jährlich müssen nach Angaben der Global Commission on the Economy and Climate in die globale Energiewende investiert werden.

„Wir sind inmitten des voraussehbarsten, folgenreichsten und am schnellsten voranschreitenden ökonomischen Umwandlungsprozess seit Jahrhunderten“, kommentiert Morton. „Es stellt sich nun die Frage, wie private Kapitalströme in weltweite Klimaschutzprojekte beschleunigt werden können.“

 

Trumps "Energiewende" zu den Fossilen

Derweil dreht der neue US-Präsident Donald Trump seit seinem Amtsantritt den Klimaschutz zurück. Trump ist ausgewiesener Kohle-Fan und will den Fossilen zu einer Renaissance verhelfen. Jüngst nahm er das Genehmigungsverfahren für zwei umstrittene Öl-Pipeline-Projekte wieder auf.

In den USA brechen für Klimawissenschaftler deshalb ungemütliche Zeiten an. Seit Trumps Einzug ins Weiße Haus ist der Begriff „Klimawandel“ auf der neuen Regierungswebsite nicht mehr auffindbar. Klimawissenschaftler wappnen sich für einen Frontalangriff auf ihre Institutionen und bringen ihre Daten in Sicherheit.

Klimawissenschaftler wappnen sich deshalb für einen Frontalangriff auf ihre Institutionen und bringen ihre Daten in Sicherheit.

Die Redaktion
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John E. Morton | Leipzig Graduate School of Management | Stiftung Mercartor | Klimaschutz | USA | Donald Trump
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