Ökostromumlage
14.08.2012

Oettinger fordert Kostendeckel für Strompreis

EU-Kommissar Oettinger mischt sich in die Diskussion um die Kosten der Energiewende ein. In einem Interview plädiert er für eine Deckelung der Ökostromumlage.

Energie-Kommissar Günther Oettinger (CDU) spricht Tacheles: „Deutschland hat die zweithöchsten Strompreise in Europa“, wettert der Schwabe im Bild-Interview. „Wenn im Herbst die neue Höhe der Umlage für die erneuerbaren Energien festgelegt wird, müssen wir über eine Deckelung reden.“ Denn sonst liefen die Kosten für Verbraucher und Wirtschaft aus dem Ruder.

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Es mache keinen Sinn, mehr Wind- und Sonnenenergie zur produzieren, wenn man nicht genügend Leitungen hat, um sie zum Verbraucher zu bringen. Oettinger plädiert deswegen für einen verstärkten Ausbau bei den Leitungsnetzen und Speicherkraftwerken.

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Die neu berechnete Ökostromumlage (derzeit 3,6 Cent pro Kilowattstunde) wird im Oktober diesen Jahres veröffentlicht. Experten gehen dabei bereits von 5 Cent pro Kilowattstunde und mehr aus. Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet das rund 50 Euro mehr im Jahr. Zusätzliche Kosten, die durch den niedrigen Börsenstrompreis nicht kompensiert werden können, solange dieser nicht an die Endverbraucher weitergegeben wird. Dabei ist der niedrige Kurs unter anderem auf die zunehmende Einspeisung von Ökostrom zurückzuführen.

Daniel Seeger
Keywords:
Akzeptanz | Energiepolitik | EU-Kommission | Energie | Erneuerbare Energie
Ressorts:
Governance

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