Strategiepapier
21.05.2012

Oettinger für Kürzung der Ökostrom-Förderung

EU
Förderprogramme sollen grundlegend flexibler gestalten werden, fordert EU-Kommissar Oettinger.

Die Förderprogramme der EU-Staaten für Ökostrom sollten schneller auslaufen und flexibler gestaltet werden. Das fordert EU-Energiekommissar Günther Oettinger in dem internen Entwurf eines neuen Strategiepapiers, das Anfang Juni vorgestellt werden soll.

Der geplante Ausbau und vor allem die Marktreife von Sonnen- und Windstrom hätten sich schneller entwickelt als erwartet, heißt es in dem internen Dokument, das der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt. Die Kosten für Photovoltaikanlagen seien innerhalb von fünf Jahren um fast die Hälfte gesunken (48 Prozent). Auch die Errichtung von Windparks auf hoher See hatte sich seit 2008 um zwölf Prozent vergünstigt. Angesichts dieser Entwicklungen müssten „die Staaten ihre Förderprogramme grundlegend flexibler gestalten und herunterfahren“, heißt es in dem Papier. Anfang Juni 2012 will Energiekommissar Günther Oettinger das Dokument offiziell in Brüssel vorstellen.

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Andenfalls würden die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energiequellen untragbar. Für viele Menschen würde der Energiepreis angesichts der aktuell wirtschaftlich schlechten Lage wie in Spanien und Portugal immer schwerer bezahlbar. Die Preise für Ökoenergie müssten deshalb schneller den freien Marktkräften überlassen werden.

Weniger entwickelte Energieträger sollten jedoch auch mittelfristig weiter gefördert werden: Geothermie oder neuartige Solarthermiekraftwerke müssten über das Jahr 2020 hinaus finanziert werden. Oetinger spricht sich zudem abermals für eine Angleichung der nationalen Fördersysteme aus. Die EU-Behörde kritisierte bereits wiederholt das Nebeneinander verschiedener Fördersysteme.

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
EEG | Erneuerbare Energie | Windenergie
Ressorts:
Finance | Governance

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