Der scheidende EU-Energiekommissar Günther Oettinger kündigt eine umfassende Studie zu einem eventuellen Ausfall russischer Gaslieferungen infolge des Ukraine-Konflikts an, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

„Wir werden eine Analyse vorlegen, die es in dieser Tiefe noch nie gab“, sagte Oettinger demnach am Donnerstag in einer Videobotschaft aus Brüssel vor dem Deutschen Energiekongress in München. „Wir müssen die Lage der Versorgungssicherheit erörtern. Es geht um Gas.“

Oettinger weiter: „Was wäre, wenn die Ukraine nicht in der Lage oder nicht willens ist, ihre Lieferungen zu erfüllen? Oder was ist, wenn Herr Putin doch den Gashebel als Waffe in dem Konflikt einsetzt?“

Es werde eine kurzfristige Strategie für die Zeit vom 1. Oktober bis zum 1. April gebraucht, aber auch eine Mittelfriststrategie.

In der kommenden Woche werde die Studie zusammen mit einer Prognose für den schlimmsten Fall vorgestellt.