Windenergie
05.04.2013

Offshore-Branche wehrt sich

Die Verbraucherzentrale Bundesverband empfiehlt, die Förderung der Offshore-Windkraft zurückzufahren, weil sie ein industriepolitischer Irrläufer sei. Nun wehrt sich die Stiftung Offshore-Windenergie: Die Branche habe bereits 10.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Der Bau von Offshore-Windanlagen im tiefen Meer weit vor der Küste stellt sich immer mehr als ökonomischer Irrläufer heraus, betonte der Energieexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband Holger Krawinkel im Interview mit BIZZ energy today. Der Ausbau der Offshore-Windkraft sollte daher wesentlich langsamer vollzogen werden als geplant.

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Die Stiftung Offshore-Windenergie, im Jahr 2005 auf Initiative des Bundesumweltministeriums gegründet, weist den Vorwurf zurück. Die Bedeutung der Branche werde verkannt, sagte Jörg Kuhbier, Vorstandschef der Offshore-Stiftung. „Obwohl die Offshore-Windenergie in Deutschland noch am Anfang ihrer Entwicklung steht, hat sie bundesweit bereits 10.000 Arbeitsplätze geschaffen“, betonte Kuhbier. Als Beispiel nannte er Häfen und Werften. 
 
Die Energiewende könne nur gelingen, wenn alle Ressourcen genutzt würden. Der Stiftungschef betonte, Offshore-Windenergieanlagen hätten den Vorteil, dass sie sehr konstant Strom erzeugten. „Dieses energie- und industriepolitische Potenzial der Offshore-Windenergie darf nicht leichtfertig oder mutwillig schlecht geredet werden.“ Kuhbier warnte davor, potenzielle Investoren zu verschrecken. Deren Vertrauen sei durch die Debatte um die Strompreisbremse ohnehin beschädigt.
 
 

 

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Karsten Wiedemann
Keywords:
Offshore-Stiftung | Jörg Kuhbier | Alpha Ventus | Holger Krawinkel | Offshore-Windenergie
Ressorts:
Governance

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