Der Anlagedruck für institutionelle Investoren wird weiterhin hoch bleiben. Mit den neuen Regeln rund um Solvency II haben die Investoren, insbesondere die Lebensversicherungen, nunmehr größere Klarheit, wann sie für Infrastruktur künftig weniger Risikokapital unterlegen müssen als in der Vergangenheit. Generell werden Investoren mehr Risiken eingehen (müssen), um auskömmliche Renditen zu erzielen. Insofern wird vor allem Windkraft Offshore ein verstärkter Trend werden. Wir werden vermehrt Kapital von institutionellen Investoren, gerade aus den angelsächsischen und skandinavischen Ländern, in diesem Bereich sehen. Der Solarmarkt wird dagegen eher außerhalb Europas attraktiv bleiben. Weder in Deutschland, noch in UK oder in Italien – also den wichtigsten Märkten der vergangenen Jahre – werden größere Volumina für Investoren zur Verfügung stehen. Der Windmarkt Onshore bleibt wichtig, die Renditen entwickeln sich aber flächendeckend weiter rückläufig. Der Appetit von Investoren für Kraftwerke fossiler Energieträger wird mit den Ergebnissen der Klimakonferenz in Paris sicherlich nicht steigen, zumal hier einige Schwergewichte von Investoren im Markt bereits Divestments angekündigt haben. Und die Märkte für Speichertechnologien und Energieeffizienz als Anlagethema werden weiterhin wachsen. Jedoch wird ihre Wachstumsgeschwindigkeit überschätzt bleiben.

 
Armin Sandhövel (foto: Allianz)