Kanada
06.07.2016

Ontario: Stromer laden ab 2017 nachts gratis

Foto: Wikipedia/Jebulon
Ontarios Regierung will, dass in der kanadischen Regieurng mehr Autos Strom tanken.

Die kanadische Provinz Ontario hat Details zu ihrem Klimaschutzplan veröffentlicht. E-Autofahrer dürfen sich auf üppige Zuschüsse freuen.

 

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Mit einem Vierjahresprogramm zum kostenlosem nächtlichen Laden und lohnenden Subventionen beim Autokauf will die kanadische Provinz Ontario den Absatz von E-Autos ankurbeln. Das geht aus dem Klimaplan von Ontarios Premierministerin Kathleen Wynne hervor.

Bis zu 9.800 Euro (14.000 kanadische Dollar) erhalten Autokäufer in der Provinz im Südosten des Landes beim Kauf eines Stromers. Damit legt die Regierung in Toronto mehr als das Doppelte auf den Tisch wie die Bundesregierung. Hierzulande können Autokäufer seit vergangenen Samstag eine Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro für reine Stromer und 3.000 Euro für Plug-In-Hybride beantragen.

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Abwrackprämie für Verbrenner

Weil neben den hohen Fahrzeug-Preisen auch immer wieder die fehlenden Lademöglichkeiten für batteriebetriebene Fahrzeuge bemängelt werden, verspricht Ontario zusätzlich rund 700 Euro (1.000 Dollar) für den Bau einer Heimladestation. Außerdem soll eine Abwrackprämie für alte Benziner oder Diesel eingeführt werden, die „einkommensschwachen Haushalten dabei hilft, ihre alten Autos durch neue elektrische oder Plug-In-Hybride zu ersetzen“, heißt es in dem Klimaplan.

Neben üppigen Privilegien kommen allerdings auch neue Pflichten auf die Kanadier zu. So müssen Hausbesitzer in ihre Garage eine Steckdose mit 50 Ampere und 240 Volt einbauen. Ebenfalls sind Unternehmen zur Installation solcher Stecker verpflichtet. Premierministern Wynne hofft, mit dem neuen Programm den Anteil der Stromer im Straßenverkehr in Ontario auf bis zu fünf Prozent steigern zu können. Dazu müssten laut Regierung pro Jahr rund 14.000 E-Autos neu zugelassen werden. Derzeit fahren dort weniger als 6.000 Autos elektrisch.

Bezahlt werden sollen die im Klimaplan aufgelisteten Förderprogramme für saubere Energien aus den Einnahmen des ab 2017 in Kraft tretenden Emissionshandelssystems. Der Verkauf von Verschmutzungsrechten soll bis zu 1,3 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen, wie bizz energy im Mai berichtete.  

 

Jana Kugoth
Keywords:
Ontario | Klimaplan | Elektromobilität | Ladestationen | Kanada | Emissionshandel
Ressorts:
Governance | Markets

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