Solarmarkt Japan
26.08.2013

Panasonic steigt aufs Dach

depositphotos, YOSHIYUKI KANEKO

Der japanische Elektronikkonzern Panasonic setzt beim Solargeschäft im eigenen Land vor allem auf Dachanlagen. Der Grund: Im dicht besiedelten Staat fehlen geeignete Freiflächen für große Solarkraftwerke.

Panasonic verkaufte im vergangenen Geschäftsjahr Solarprodukte mit einer Leistung von 540 Megawatt. In diesem Jahr möchte das Unternehmen sogar noch 25 Prozent mehr an den Mann bringen, so ist zumindest der Plan des Chefs für Solar, Kazuhiro Yoshida. Dabei nimmt er vor allem Hausbesitzer ins Visier: „Dachanlagen erfordern nicht den Kauf von Land, und das Stromnetz ist bereits verfügbar“, sagte Yoshida laut US-Magazin Renewable Energy World. 

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In dem dicht besiedelten Inselstaat haben Solarprojektierer Probleme, für große Solarkraftwerke ausreichend Land mit entsprechender Infrastruktur zu finden. Im Norden Japans, auf Hokkaido Island, gibt es zwar große und zugleich günstige Flächen. Das Stromnetz dort ist aber bereits jetzt überlastet.

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Nachfrage wächst

Das Unternehmen mit Sitz in Osaka rechnet auf dem japanischen Solarmarkt für das laufende Geschäftsjahr mit einem Zubau von fünf Gigawatt. Der Großteil der Nachfrage, 3,5 Gigawatt, soll sich laut Panasonic-Prognose in dem Segment kleiner Anlagen mit maximal 50 Kilowatt abspielen.  

Nach der Katastrophe im Reaktor Fukushima hatte die damalige Regierung von Yoshihiko Noda eine lukrative Vergütung für Solarstrom eingeführt. Sein Nachfolger Shinzo Abe setzt nun aber wieder stärker auf Atomenergie.

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Internationalen Presseschau.

 

Daniel Seeger
Keywords:
Photovoltaik | Panasonic | Japan | Shinzo Abe
Ressorts:
Markets

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