Solarmarkt
19.09.2013

Peking zügelt seine Solarindustrie

Chinas Solarunternehmen dürfen nach einem Erlass der Zentralregierung keine neuen Fabriken bauen. Yingli, Trina und Co sollen stattdessen mehr Geld in die Weiterentwicklung ihrer Module investieren.

Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen senkte die Zentralregierung in Peking per Dekret die Produktionsmengen für Industrien wie Stahl und Papier.  Betroffen ist auch die boomende Solarindustrie: Wie das US-Magazin Renewable Energy World berichtet, dürfen chinesische Solarunternehmen zumindest keine weiteren Produktions-Kapazitäten aufbauen. Neue Solarfabriken, die ausschließlich die Produktion erhöhen sollen, sind künftig verboten, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Stattdessen müssten die Unternehmen drei Prozent ihrer Einkünfte oder mindestens 1,2 Millionen Euro pro Jahr in die Entwicklung ihrer Module investieren.

Anzeige

Anzeige

Mit der neuen Politik werden Solarunternehmen wie Yingli oder Trina Solar ihre Strategie stärker auf Übernahmen und Fusionen ausrichten, sagt Analyst Angelo Zino von S&P Capital IQ in New York. „Damit können sie ihre Kapazitäten erhöhen, ohne selbst welche aufzubauen.“ 

Wegen der weltweiten Überkapazitäten sind laut Bloomberg die Preise für Solarmodule im vergangenen Jahr um 20 Prozent gesunken. 

 

Daniel Seeger
Keywords:
Photovoltaik | Trina Solar | Yingli | China | Energiepolitik
Ressorts:
Governance | Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen