Frage des Monats
15.12.2016

„Nach der Photovoltaik wird vermutlich auch die Windkraft abgewürgt“

Foto: FoToS! / Torsten Stecher
Bärbel Höhn, Grünen-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Umweltausschusses.

"Was bringt 2017 für die Energie- und Klimapolitik?", lautet die aktuelle Frage des Monats von bizz energy. Experten aus Politik und Wirtschaft haben geantwortet. Lesen Sie hier die Antwort von Bärbel Höhn, Grünen-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Umweltausschusses.

In Deutschland muss man vermuten, dass nach der Photovoltaik auch die Windkraft abgewürgt wird. 2017 finden erstmals im Windsegment Ausschreibungen statt und ich befürchte, dass die guten Ausbauzahlen dadurch entscheidend nach unten gedrückt werden. Auch weil im Rahmen der PV-Ausschreibungen deutlich wird, dass offenbar nicht alle Projekte realisiert werden. Interessant ist die Entwicklung beim Kraftwerksmix. Durch die historisch niedrigen Gaspreise, bei gleichzeitig hohen Kohlepreisen kommen immer mehr Gaskraftwerke ins Geld und verdrängen mit ihren Betriebsstunden die Kohle. Diese erfreuliche Entwicklung könnte weitergehen, sie wird aber nicht dazu führen, dass Deutschland seine gesteckten Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020 erreichen wird. 

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Der neue US-Präsident hat sich von der Klimaskepsis leicht wegbewegt, aber eine Einschätzung ist schwierig. Am einfachsten wäre es für ihn, die Zahlungen im Rahmen der Klimaschutzabkommen zu stornieren. Der Kohleabbau in den USA wird keine Renaissance erleben, weil Obama ihn nur bedingt beeinträchtigt hat. Die niedrigen Gaspreise werden die Entwicklung weiter bestimmen. Dabei gehe ich nicht davon aus, dass größere Mengen von amerikanischen Shale-Gas nach Europa kommen werden.

Die Antwort von Carsten Rolle, Geschäftsführer des Weltenergierats, lesen Sie hier.

Keywords:
Windkraft | Solarenergie | Shale-Gas | Donald Trump | Energiemix | 2017 | Klimaschutzabkommen
Ressorts:
Governance

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