Der polnische Präsident Andrzej Duda hat im Vorfeld seines am heutigen Mittwoch startenden Antrittsbesuchs in Frankreich sein Veto gegen die internationalen Klimaschutz-Verpflichtung seines Landes eingelegt.

Der nationalkonservative Präsident von der Partei PiS verweigerte seine Unterschrift unter das Abkommen von Doha, das Polen als Fortschreibung des Kyoto-Protokolls von 1997 zur Senkung seiner Kohlendioxid-Emissionen verpflichten würde. „Bevor Polen in ein internationales Abkommen eingebunden wird, das die Wirtschaft betrifft und soziale Kosten nach sich zieht, müsste eine genaue Analyse der rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen geleistet werden", erklärte Duda.

Polen bezieht heute seinen Strom zu 95 Prozent aus Kohlekraftwerken.

Frankreichs Präsident Francois Hollande erwartet Duda zu einem Antrittsbesuch am heutigen Mittwoch in Paris. Dabei stehen die bilateralen Beziehungen zwischen Frankreich und Polen, die NATO sowie die EU auf der Agenda, „auch im Kontext der Klimavereinbarungen“, wie es seitens der polnischen Regierung heißt.

Bei der Ende November in Paris beginnenden Klimakonferenz sollen ehrgeizige internationale Vereinbarungen getroffen werden, die den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 senken.

Andrzej Duda. (foto: flickr/Lukas Plewnia; wikipedia CC)