Der russische Präsident Wladimir Putin will auf seinem Staatsbesuch in China lukrative Gas-Lieferverträge abschließen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Sein Kalkül ist dabei auch, die Abhängigkeit vom europäischen Absatzmarkt zu verringern.

38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr, also rund ein Viertel des chinesischen Verbrauchs, würde Russland der Volksrepublik gerne liefern. Noch dauern die Gespräche mit Präsident Xi Jinping an, wie ein Sprecher Putins mitteilte. Man sei zwar vorangekommen, müsse aber noch am Preis arbeiten. Basis eines Kompromisses könnte der Verzicht auf Einfuhr-Zölle sein, worüber laut Rosneft-Chef Igor Setschin diskutiert werde.

Rund zwei Jahrzehnte verhandelten beide Staaten bereits über ein Gas-Abkommen; Russlands Gasgigant Gazprom teilte am vergangenen Sonntag mit, der auf 30 Jahre lautende Liefervertrag stehe kurz vor dem Abschluss.

Gazprom ein Anbieter unter vielen

Aber: Der zu erwartende Deal während der China-Reise Putins ist letztlich nicht mehr als ein Trostpreis, analysiert unser Asien-Korrespondent Marcus Bensmann in der aktuellen Print-Ausgabe von BIZZ energy today.

Präsident Xi stehe nicht unter Druck, allein aus der ehemaligen Sowjetrepublik Turkmenistan werde China künftig fast 65 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr beziehen. Höchstpreise und eine dominierende Stellung wie in Europa lasse China nicht zu – Gazprom bleibe ein Anbieter unter vielen.

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