Börse
24.05.2012

Regierung beschränkt Derivatehandel

Rohstoffderivate und Hochfrequenzhandel sollen künftig reguliert werden. Den entsprechenden Antrag brachte der Finanzausschuss des Bundestages jetzt auf den Weg.

Eine Marktaufsicht würde demnach Hochfrequenz- und Rohstoffderivatenhandel kontrollieren und bei Fehlentwicklungen Gegenmaßnahmen einleiten. Dadurch sollen etwa erhebliche Preisschwankungen im Handel verhindert werden. Beim Derivatenhandel plant die Regierung künftig die Begrenzung der Positionen einzelner Händler an den Börsen. Dabei sei auch eine „gezielte und wirksame Regulierung bei Fehlentwicklungen des Rohstoffterminhandels erforderlich“, heißt es in dem Papier.

Anzeige

Die Fraktionen der Linken und von Bündnis 90/Die Grünen lehnten im Ausschuss den Antrag der CDU/CSU- und der FDP-Fraktion ab, während sich die SPD enthielt. Die Kritik aus der Opposition ist dabei einhellig: Der Antrag liege weit hinter der Problemlage zurück und vernachlässige etwa das Spekulationsgeschäft mit Nahrungsmittel.

Anzeige

Bereits Ende April äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Fachkongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Thema: „Der Derivate-Handel muss so reguliert werden, dass er die Preisvolatilität nicht fördert, sondern dämpft.“ Zugleich betonte die Kanzlerin die zentrale Bedeutung einer sicheren Rohstoffversorgung für Deutschland.

Daniel Seeger
Keywords:
Biogas | Energiepolitik | Erdgas | Bioenergie | Alternative Kraftstoffe | Energie | Energiehandel
Ressorts:
Finance | Governance

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen