Die deutschen Photovoltaikanlagen produzierten gleich an mehreren Tagen Spitzenwerte, so am 3. Oktober mit 17,7 Gigawatt (GW) Einspeisung, am 4. Oktober mit 18 GW und am 19. Oktober mit 17,5 GW.

Die Photovoltaik lag damit zur Mittagszeit jeweils auf Platz eins im deutschen Strommix vor Braunkohle, Kernkraft und der Windenergie. Als dann am 19. Oktober zusätzlich noch ein kräftiger Wind über Deutschland ging, deckten Sonne und Wind gegen Mittag mit 36 Gigawatt rund zwei Drittel des gesamten Stromverbrauchs ab.

Die Betreiber hochmoderner und flexibler Gaskraftwerke beklagen dagegen, dass die zyklische Einspeisung großer Mengen Wind- und Sonnenstroms den Strompreis um die Mittagszeit nach unten drückt. Der wirtschaftliche Betrieb von Gaskraftwerken beruht jedoch wesentlich darauf, finanziell lukrative Spitzennachfragen am frühen Morgen und um die Mittagszeit abzudecken. 

In Deutschland waren 2013 Solarstromanlagen mit einer Leistung von insgesamt 35,7 Gigawatt installiert. Ein großer Teil davon sind mittelgroße Anlagen von 10 bis 100 Kilowattpeak. Diese befinden sich häufig im Besitz von Privatpersonen.

Die Solarenergie leiste mittlerweile auch im Herbst und im Winter einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung Deutschlands, kommentiert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, die gute Stromernte. Zudem würden Solarstromanlagen mehr und mehr zur Netzstabilität beitragen.

Sobald zu viel Strom im Netz ist, erhalten moderne Solarstromanlagen das Signal zur Abschaltung. Auch viele ältere Photovoltaik-(PV)-Anlagen trennen sich inzwischen bei 50,2 Hertz automatisch vom Netz. 400.000 PV-Anlagen werden derzeit nachgerüstet. Lediglich Kleinanlagen unter 10 Kilowattpeak sind von der Nachrüstung ausgenommen. Alle nach 2012 in Betrieb genommenen Anlagen sind bereits herstellerseitig für die automatische Abschaltung ausgerüstet.

(Depositphotos.com)