Weltweit boomen die erneuerbaren Energien. Ein Investitionsplus von 17 Prozent in 2011 führt laut eines aktuellen Berichts des UN-Umweltprogramms UNEP zu einem Rekordwert von 206 Milliarden Euro. Den größten Anteil am Erfolg der Erneuerbaren habe dabei die Solarenergie mit einem Zuwachs bei den Investitionen von 52 Prozent auf insgesamt rund 118 Milliarden Euro.

Zeitgleich zum UN-Bericht veröffentlichte das Netzwerk REN21 (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century) den „Globalen Statusberichts zu erneuerbaren Energien 2012“. 16,7 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und rund 20,3 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs entfallen demnach inzwischen auf Ökoenergie. Dabei lägen die Investitionen bei den Erneuerbaren um 32 Milliarden Euro über den Investitionen in fossile Energieträger.

„Die Energiewende sichert Deutschlands Rolle als Vorreiter eines dynamischen weltweiten Wachstumssektors“, erklärt Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und sieht darin die Chance, weltweit „Klimaschutz, sichere Energieversorgung und nachhaltiges Wachstum zu vereinbaren“. Zur globalen Trendwende habe auch das deutsche Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern beigetragen, ergänzt Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP). Laut REN21-Bericht setzen sich inzwischen 118 Länder konkrete Zielvorgaben für den Ausbau erneuerbarer Energien, mehr als die Hälfte davon sind Entwicklungsländer.

REN21 ist ein globales Politiknetzwerk und wurde 2005 im Anschluss an die Konferenz “Renewables 2004” in Bonn ins Leben gerufen. Neben Regierungen, internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen sind auch Akteure aus der Wirtschaft, dem Finanzsektor sowie dem Energie-, Umwelt- und Entwicklungsbereich vertreten.