Handelsstreit
21.05.2012

Repsol im Clinch mit Argentinien

Respol
Künftig soll es diese Lieferungen für Argentinien nicht mehr geben

Der spanische Energiekonzern Repsol dreht den Gashahn zu. Und das nur wenige Wochen nach der argentinischen Zwangsverstaatlichung der Repsol-Tochter YPF.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet, hat Repsol nun den LNG-Liefervertrag mit dem argentinischen Staatskonzern Enarsa aufgelöst. In einem Schreiben vom 17. Mai, das der Agentur vorliegt, wirft Repsol den Argentiniern Vertragsbruch vor. Enarsa habe versucht, den Preis für den Transport neu zu verhandeln und den Zeitplan der Lieferungen zu verändern.

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Seit der feindlichen Übernahme von YPF im April kämpft Repsol mit einer Klage und der Anrufung der Weltbank gegen den argentinischen Staat. Enarsas Verhalten und das der argentinischen Regierung bei der „ungesetzlichen und diskriminierenden“ Übernahme von YPF habe gezeigt, dass das Land Abkommen nicht einhalten wolle, beklagt sich Repsol in dem Schreiben.

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Ursprünglich hat sich das Unternehmen mit Argentinien über eine Lieferung von zehn LNG-Schiffsladungen in 2012 geeinigt. 20 bis 30 Prozent des argentinischen Gasverbrauchs entfällt auf LNG Importe. Argentinien muss nun handeln, um für die kalte Jahreszeit von Juni bis September neue Lieferanten zu finden.

Daniel Seeger
Keywords:
Energie | Energiehandel
Ressorts:
Governance | Markets

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