Eine halbe Milliarde Pfund (rund 580 Millionen Euro) möchten die Manager um den einstigen BP-Chef und jetzigen Riverstone-Partner John Browne für den Fonds einsammeln, berichtet die Londoner Financial Times und beruft sich auf Insider. Den Börsengang begleiten demnach die US-Banken Goldman Sachs und JP Morgan. Das Geld soll in Anlagewerte der Bereiche erneuerbare Energien sowie Öl und Gas fließen. In beiden Sektoren verfügt Browne über enge Kontakte. 

Seit seinem Weggang von BP im Jahr 2007 ist John Browne Partner bei Riverstone, wo er auch den weltgrößten Erneuerbare-Energien-Fonds mit einem Kapitalwert von 3,5 Milliarden US-Dollar (2,6 Milliarden Euro) mit managt. Browne ist außerdem Chairman des britischen Förderunternehmens Cuadrilla, an dem Riverstone zu 44 Prozent beteiligt ist. Cuadrilla hat sich insbesondere auf die umstrittene Fördertechnik Fracking spezialisiert und möchte künftig die als reichlich vermuteten britischen Schiefergasvorkommen erschließen. 

Unterstützung dafür kommt inzwischen auch von der Regierung in London. Im Interview mit BIZZ energy today betonte der britische Energieminister Ed Davey das große Potenzial: „Für uns ist Schiefergas in erster Linie ein Beitrag zur Versorgungssicherheit und keine Frage des Preises.“ Neben dem politischen Goodwill sind bei Unternehmen wie Cuadrilla jetzt noch Investoren gefragt. 

Neuer Energiefonds für die Londoner Börse. (depositphotos, Anton Sokolov)