Bei Flugzeugen geht es schon seit sechzig Jahren, jetzt ziehen die Autos nach: Sie lernen das selbstständige Fahren. Erste Übungen wie automatisches Parken oder eine Hintereinanderfahrt auf der Autobahn kann man bereits mit Serienautos machen. 

Nicht nur traditionelle Fahrzeugbauer, sondern auch Computer- und Internetkonzerne arbeiten am Roboterauto. Apple hat sein erstes Elektrofahrzeug als automatische Version ohne Fahrer angekündigt. Google lässt im Silicon Valley bereits Autos ohne Mensch am Steuer fahren. Microsoft und auch Chinas Internetriese Alibaba werden bald ebenfalls in diesen neuen Multi-Milliardenmarkt drängen. Individuelle Mobilität erlebt eine Revolution: ohne Emissionen, automatisch und nahezu unfalllos. 

Vor kurzem ist ein Audi vollautomatisch von San Francisco rund 900 Kilometer nach Las Vegas gefahren. Vor zwei Jahren war Mercedes bereits mit der S-Klasse vollautomatisch von Mannheim nach Stuttgart unterwegs. Im September erprobte Daimler seinen „Future Truck“ – natürlich vollautomatisch – auf der Autobahn. Bisher waren das „Einzelübungen“. Aber was einzeln geht, kann man industrialisieren. Zunächst für Autobahnen, denn dort springen keine Kinder über die Straße. „Längsdynamik“ nennen das die Ingenieure. Die ist gut beherrschbar. Deshalb fährt das Roboterauto zuerst auf dem Highway. Vielleicht fünf Jahre später auf der Landstraße und dann in der Stadt.

Das Roboterauto verändert unsere Gesellschaft. Emotionen werden neu definiert und erfahren. Autos werden heute rund ums Lenkrad gebaut und erlebt. Künftig braucht man das Lenkrad nicht mehr. 

(Foto: PR, Illustration: Valentin Kaden)