E-Mobilität
02.03.2017

Roller-Start-up vergrößert Flotte

Foto: Emmy
Die Gründer auf den neuen Rollern

eMio wird Emmy: Der Berliner Elektroroller-Sharing Anbieter bringt im Frühjahr 200 zusätzliche Zweiräder auf die Straße. Dafür hat er frisches Wagniskapital eingesammelt.

Im Berliner Stadtgebiet sieht man die knallroten Roller immer öfter: Mittlerweile nutzen gut 15.000 Kunden die Flotte des Sharing-Anbieters. Im April soll sie um 200 weitere Vehikel vergrößert werden, außerdem will das Start-up unter dem neuen Namen Emmy in weitere Städte expandieren. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen über eine Series A Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag eingesammelt. Das Geld stammt von einem Konsortium, dem die IBB Beteiligungsgesellschaft, weitere deutsche sowie internationale Investoren aus Italien und Österreich angehören.

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Mit der ersten Finanzierungsrunde habe man bewiesen, dass der Service am Markt angenommen werde, teilt Emmy mit. Die zweite Runde diene nun der Expansion.
Das Start-up wurde Anfang 2015 von den drei Gründern Alexander Meiritz, Hauke Feldvoss und Valerian Seither aus der Taufe gehoben. Im Juni brachten sie in der Hauptstadt 150 Roller auf den Markt. Darüber hinaus starteten sie zusammen mit einem lokalen Partner in Stuttgart das Elektroroller-Sharing-Pilotprojekt „Stella“. Dessen Flotte wird im Frühjahr ebenfalls um 75 Roller erweitert.

Die Emmy-Roller sind innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings verfügbar und lassen sich per App lokalisieren und mieten. Ausgestattet sind sie mit zwei Helmen. Das Unternehmen rechnet im sogenannten Best-Price-Modell ab: Entweder kostet die Fahrt 19 Cent pro Minute oder 59 Cent pro Kilometer. In Rechnung gestellt wird jeweils die günstigere Alternative.

Konkurrent wird von Bosch finanziert

Der wichtigste Konkurrent von Emmy ist der E-Roller-Sharinganbieter Coup, hinter dem das Unternehmen Bosch steht. Coup bietet momentan 200 Roller in vier zentralen Stadtgebieten in Berlin an. Dank der Expansion kann Emmy den Rückstand nun wieder aufholen – allerdings hat auch Coup angekündigt, weiter wachsen zu wollen. Gründer Valerian Seither ist jedoch zuversichtlich, dass der Markt groß genug für mehrere Anbieter ist.

Die IBB Beteiligungsgesellschaft war bereits an der ersten Finanzierungsrunde von Emmy beteiligt, sie hat sich am Standort Berlin auf Early-Stage-Finanzierungen spezialisiert. Seit März 2015 investiert die IBB über zwei Fonds mit Volumen von 60 Millionen und 40 Millionen Euro in die Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Beide Fonds finanzieren sich über die Investitionsbank Berlin (IBB) und den europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), der vom Land Berlin verwaltet wird.

Seit 1997 hat die IBB Beteiligungsgesellschaft Berliner Kreativ- und Technologieunternehmen in Konsortien mit Partnern mehr als 1,25 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Davon stammten 173 Millionen Euro von der IBB.

Jutta Maier
Keywords:
Emio | emmy | E-Roller | Sharing | IBB | Flotte
Ressorts:
Finance | Markets

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