2,5 Gigawatt (GW) zusätzliche Kapazität durch Sonnenergie wollte die Bundesregierung bis Ende des Jahres erreichen. Das Ziel des Zubauplans kann voraussichtlich nicht gehalten werden, wie es seitens des Solar-Branchenverbandes (BSW) jetzt heißt. Der Verband beruft sich auf noch unveröffentlichte Zahlen der Bundesnetzagentur. Bis Ende Oktober lag der Zubau von Solarenergie demnach bei 1,7 GW. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur wollte die Zahlen gegenüber BIZZ energy today jedoch nicht bestätigen.

Laut Solar-Branchenverband (BSW) könnten bis Ende Dezember noch 0,3 GW Leistung hinzukommen, sodass die Leistung bis zum Jahresende auf 2,0 GW steige. Damit wäre das Zubauziel um ein Fünftel verfehlt.

Den Ausbaukorridor legte die Bundesregierung in dem am 1. August 2014 reformierten Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) neu fest. Darin wurde der Ausbaukorridor für Solaranlagen enger gefasst. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW, kritisiert gegenüber der Süddeutschen Zeitung: „Ausgerechnet jetzt, wo Photovoltaik preisgünstig geworden ist, wird sie ausgebremst.“

(BSW Solar)