Das Börsenjahr 2016 wird uns in vielen Facetten an die gerade zu Ende gehende Saison erinnern. So wird sich das Nullzinsumfeld hierzulande weiter fortsetzen, was klassische Anlageformen wie Tagesgeld und Sparbuch ihrer Attraktivität beraubt - zumindest, wenn es um Vermögenserhalt und -aufbau geht. Die konjunkturelle Erholung dürfte sich weiter fortsetzen. Dabei sollten insbesondere die westlichen Industrienationen punkten, allen voran die größte Volkswirtschaft der Welt, die USA. In den Schwellenländern dürften die Bremseffekte im Vergleich zu 2015 kleiner werden. Alles in allem befinden wir uns damit weiterhin in einem konstruktiven Umfeld für Wertpapieranlagen. Besondere Chancen sehen wir einmal mehr bei Aktien, die von einer attraktiven Bewertung profitieren. Immobilien sind für den konservativen Anleger ein gutes Investment, etwa in Form offener Immobilienfonds. Deutlicher Umschichtungsbedarf ergibt sich bei festverzinslichen Papieren. Hier raten wir bei klassischen Staatsanleihen zu konsequenten Gewinnmitnahmen. Die freiwerdenden Mittel sollten in bonitätsschwächere Unternehmensanleihen, US-Dollar und Pfund beziehungsweise Alternative Investments angelegt werden. Bei letzteren sind marktneutrale Strategien und ausgewählte Edelmetalle aussichtsreich. Unternehmen werden auch 2016 den Rückzug aus fossilen Energien forcieren. Dies wird aber nur bedingt Effekte auf die Kapitalmarktentwicklung haben, weil für die Kursstellung von Aktien und Anleihen ein umfangreiches, über reine Energiefragen hinausgehendes Nachhaltigkeitsverständnis entscheidend ist.

 

Die Antwort von Holger Kerzel, MEAG-Geschäftsführer, lesen Sie hier. 

 

Die Antwort von Matthias Fawer, Mitglied der Direktion bei Vescore, lesen Sie hier.

 
 
 
 
Chris-Oliver Schickentanz. (foto: Commerzbank)