Arktisches Öl
21.09.2012

Russen schmieden Allianzen

Neben Shell reißen sich auch russische Öl- und Gaskonzerne um arktische Vorkommen. Gazprom und Rosneft möchten in einem Joint-Venture bis zu 12,5 Milliarden Euro in Förderprojekte stecken.

Rosneft-Chef Igor Sechin kündigte dies russischen Agenturen zufolge auf einem Investorenkongress am Schwarzen Meer an. Weil die Ölproduktion bei den traditionellen Vorkommen rückläufig sei, stehen die Förderarbeiten am Meeresschelf auf der Prioritätenliste von Rosneft ganz oben, sagte Sechin. Eine Milliarde Euro solle noch in diesem Jahr investiert werden. Unter dem arktischen Festlandsockel werden gigantische Gas- und Ölvorkommen vermutet.

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Bereits zuvor kam der Rosneft-Konzern wegen Spekulationen zu einem weiteren Megadeal in die Schlagzeilen. Demnach plane der Konzern die Übernahme des BP-Anteils am russisch-britischen Ölproduzenten TNK-BP. Bis zu 11,5 Milliarden Euro plus 12,5 Prozent der eigenen Aktien möchte Rosneft dafür auf den Tisch legen, heißt es dazu. Der britische BP-Konzern würde damit zum zweitgrößten Aktionär bei Rosneft.

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Mitte des Jahres hatte BP angekündigt, seine 50 Prozent an TNK-BP abstoßen zu wollen. Die anderen 50 Prozent gehören einem Zusammenschluss von vier russischen Milliardären, mit denen es zuletzt zu Differenzen gekommen war.

Daniel Seeger
Keywords:
Gazprom | Erdölkonzerne | Erdgas | Rohstoffe
Ressorts:
Markets

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