Weil die britische Regierung Unsicherheit sät, plant die Investoren-Gruppe Letterone des milliardenschweren russischen Oligarchen den Weiterverkauf der zwölf Öl- und Gasfelder in der britischen Nordsee. Sie sind Teil des im März abgeschlossenen Dea-Deals zwischen RWE und Letterone.

Das will die Financial Times von Insidern erfahren haben (Mittwochsausgabe). Demnach wolle Fridmann die US-Bank Morgen Stanley mit der Suche nach geeigneten Käufern beauftragen, um einen Rechtsstreit zu vermeiden. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.

Anfang März hatte RWE den Verkauf seiner Öl- und Gastochter an Letterone für 5,1 Milliarden Euro beschlossen. Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise und den von Seiten des Westens drohenden Sanktionen gegen Russland lehnten die Briten den Deal zwischen RWE und Letterone ab.

Bereits im Januar hatte sich RWE deshalb verpflichtet, das britische Dea-Geschäft im Sanktionsfall zurückzunehmen. Die britische Regierung konnte den Verkauf zwar nicht verhindern, hat jedoch die Möglichkeit, die Förderlizenzen zu entziehen.