Konzernzahlen
14.08.2012

RWE kündigt weiteren Stellenabbau an

RWE
Frisch im Amt: Der neue RWE-Chef Peter Terium.

Der Energiekonzern RWE meldet einen Nettogewinn von 1,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zu Eon wirkt das Ergebnis eher bescheiden. Künftig soll deshalb mehr gespart werden.

Einen Tag später als Eon legt die Konkurrenz aus Essen ihre Halbjahreszahlen auf den Tisch: RWE verbesserte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um neun Prozent auf 5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings war das erste Halbjahr 2011 durch Sonderabschreibungen wegen des Atomausstiegs der Bundesregierung geprägt. Denn der Umsatz lag fast konstant bei rund 27 Milliarden Euro. Die Dividendenzahlung (nachhaltiger Nettogewinn) von RWE blieb mit 1,7 Milliarden Euro nahezu stabil. „Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen sind alles andere als einfach“, kommentiert RWE- Vorstandsvorsitzender Peter Terium und zählt auf: „Zunehmende Staatseingriffe in den Energiesektor, rückläufige Kraftwerksmargen, immer stärkerer Wettbewerb im Strom- und Gasvertrieb.“

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Im Gegensatz zu Eon kann RWE jedoch keine Verdreifachung des Gewinns präsentieren. Eon profitierte dabei besonders durch verbesserte Gaslieferbedingungen bei Verträgen mit dem russischen Gazprom-Konzern. Grund ist die Aufweichung der Gas-Ölpreisbindung. Bei RWE laufen derzeit noch die Verhandlungen mit Gazprom. Jedoch habe man mit dem Gaslieferanten Statoil bereits nachverhandelt: Die Entgelte richten sich seitdem nach aktuellen Marktbedingungen.

RWE will sich künftig wieder gesund sparen: Eine Verringerung der Investitionen in den nächsten Jahre – auf 4 bis maximal 5 Milliarden Euro pro Jahr – sei bereits eingeleitet. Ferner kommen zu den bekannten 8.000 Stellenkürzungen weitere 2.400 Stellten hinzu. „Diese Personalmaßnahmen sind unumgänglich, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit von RWE erhalten wollen“, begründet Terium.

Der Energiekonzern gehe davon aus, dass EBITDA mit 8,5 Milliarden Euro und die Dividendenzahlen von 2,5 Milliarden Euro für das Jahr 2012 ähnlich ausfallen wie im Vorjahr.

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
Eon | RWE
Ressorts:
Finance

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