Stromkonzerne
24.04.2015

RWE: Aufspaltung nicht ausgeschlossen

Vostandschef Terium warnt auf der Hauptversammlung in Essen vor „rauen Zeiten“.

 

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Wenn sich die Marktlage für den Essener Energieversorger nicht verbessere, sei eine Aufspaltung des Unternehmens nach dem Vorbild des Düsseldorfer Konkurrenten Eon nicht ausgeschlossen. Das sagte RWE-Vorstandschef Peter Terium am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Essen. 

Eon hatte Ende 2014 bekannt gegeben, sein konventionelles Kraftwerksgeschäft in eine neue Gesellschaft abspalten zu wollen.

Für RWE sei jedoch noch keine Entscheidung gefallen, so Terium weiter. Der Niederländer setzt auf die Erneuerbaren Energien, den Netzausbau und Dienstleistungen im Vertrieb, um die Krise zu überwinden.

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Die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) angekündigte Klimaabgabe für alte Kohlekraftwerke könnte die Lage des Konzerns jedoch noch verschlechtern. Dann müsste RWE auch mit tiefen Einschnitten in der Braunkohlesparte rechnen - ein Zweig, mit dem der Konzern bisher noch gutes Geld verdient. RWE-Vizechef Rolf Martin Schmitz warnt im Exklusiv-Interview mit BIZZ energy today vor dem Verlust von mindestens 30.000 Arbeitsplätzen (Interview hier lesen). 

Zuletzt haben sich nicht nur Umweltschützer für Gabriels Kohlepläne ausgesprochen (hier lesen) - auch von Vertretern der Energiebranche erntete der Energieminister Zuspruch. Die FAZ (Freitagsausgabe) zitiert aus einem von einigen Duzend Stadtwerken unterzeichneten offenen Brief an Gabriel: Die Klimaabgabe sei „ein wesentlicher Baustein“ zur Erreichung der Kimaschutzziele 2050.  

 

Jana Kugoth
Keywords:
RWE | Hauptversammlung | Eon | Klimaabgabe | Peter Terium | Sigmar Gabriel | Kernenerg
Ressorts:
Markets | Community

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