Der Essener Energiekonzern RWE verbucht nach drei Quartalen erneut einen Gewinnrückgang; Vorstandschef Peter Terium vertröstet die Aktionäre zudem beim Verkauf der RWE-Tochter Dea auf 2015.

„Wir arbeiten daran, die Transaktion zügig abzuschließen“, schreibt Terium im RWE-Quartalsbericht vom Donnerstag. „Ob wir die Gespräche hierzu bereits 2014 abschließen können, lässt sich derzeit nicht absehen.“

Damit könnte sich der Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea an eine Investorengruppe um den russischen Oligarchen Michail Fridman verzögern.

Somit würde auch der erwartete Erlös von rund fünf Milliarden Euro später fließen. Zwar haben die EU-Kommission und Deutschland die Transaktion bereits genehmigt, doch noch sperrt sich die Regierung in London - Dea betreibt mehrere Gasfelder vor der britischen Küste.

Dabei offenbart RWE in seiner aktuellen Bilanz einen 22-prozentigen Rückgang des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 4,7 Milliarden Euro. Der Versorger begründet dies mit gefallenen Strom-Großhandelspreisen und einem geringeren Gasabsatz wegen des milden Winters. Der Umsatz sank um fast neun Prozent auf rund 35 Milliarden Euro.

Das nachhaltige Nettoergebnis brach um über 60 Prozent von knapp zwei auf 0,76 Milliarden Euro ein.

RWE-Chef Terium belässt die Prognose für das Gesamtjahr hier jedoch bei 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro. Ebenso unverändert bleibt das betriebliche Ergebnisziel: zwischen 3,9 und 4,3 Milliarden sollen erreicht werden, bei 2,9 Milliarden Euro steht RWE aktuell.

Hauptverwaltung (Hamburg) (RWE Dea)