Nach zweijähriger Zitterpartie hat der verschuldete Konzern seine Öl- und Gastochter Dea endgültig an die russische Investoren-Gruppe Letterone verkauft, wie der Konzern heute mitteilte. Laut RWE liegt der Preis bei 5,1 Milliarden Euro und damit um 0,1 Milliarden höher der ursprünglich im Januar vereinbarte Verkaufswert. 

Damit setzt sich RWE-Chef Peter Terium über die Bedenken der britischen Regierung hinweg. Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise und den von Seiten des Westens drohenden Sanktionen gegen Russland lehnten die Briten den Deal ab. 

Als Reaktion auf die Vorbehalte hatten RWE und Letterone bereits im Januar eine Vereinbarung getroffen: Im Fall von Sanktionen verpflichtet sich RWE, das britische Dea-Geschäft in den ersten Jahren zurückzunehmen.

Die Regierung in London kann zwar kein Verkaufsverbot aussprechen, aber bei einem Wechsel der Eigentümer die Förderlizenzen entziehen.