Internationale Presseschau
07.01.2014

RWE verkleinert britisches Offshore-Windprojekt

RWE Innogy

Der Essener Energieversorger RWE will seinen britischen Offshore-Windpark Triton Knoll in der Nordsee deutlich kleiner bauen als geplant. Nach dem Aus von Atlantic Array ist das ein weiterer Rückschlag für die kostenintensive Offshore-Technik in Großbritannien.

Der Offshore-Windpark Triton Knoll soll jetzt nur noch eine Kapazität zwischen 600 und 900 Megawatt anstelle der ursprünglich geplanten 1.200 Megawatt erhalten, teilte die RWE-Tochter Innogy Anfang der Woche mit. Das soll die Kosten senken und den Windpark wettbewerbsfähiger und ökonomischer machen. Mit der geringeren Leistung kann der Park laut Unternehmen immer noch genügend Strom für 550 und 800 Tausend britische Haushalte liefern. 

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Erst vor wenigen Wochen hatte RWE das Aus seines Riesenprojektes, dem weltgrößten Offshore-Windpark Atlantic Array mit ebenfalls 1.200 Gigawatt verkündet. „Die Bewältigung der technischen Hürden in der ,Bristol Channel‘-Zone und die damit verbundenen Mehrkosten für RWE [wären] gegenwärtig aus Unternehmenssicht nicht zu verantworten“, erklärt damals Paul Cowling, Leiter Offshore Wind bei RWE Innogy.

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Für Analysten ist die Neubewertung von Offshore-Standorten durchaus auch ein positives Zeichen. Heute bestehe viel mehr Gewissheit darüber, welche Faktoren ein Offshore-Projekt erfolgreich machen, sagt Huub den Rooijen, Leiter Offshore Wind bei der Crown Estate. „Das schafft Klarheit für die Branche und lenkt den Blick auf werthaltige Investitionsmöglichkeiten.“

Daniel Seeger
Keywords:
RWE | Atlantic Array | Triton Knoll | Offshore-Windenergie | Windenergie | Großbritannien
Ressorts:
Technology | Markets

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