Gasförderung
05.11.2012

Schiefergasboom bald in China?

Der weltgrößte Energiekonsument China möchte seine Schiefergasvorkommen kommerziell anzapfen – natürlich staatlich subventioniert.

Peking forciert die Schiefergasförderung. Einen Zuschuss von rund 0,05 Euro pro Kubikmeter Gas möchte die Regierung bis 2015 dafür ausgeben. Lokalregierungen könnten darüber hinaus weitere Zuschüsse beisteuern, heißt es in einem Statement des Finanzministeriums. China versucht damit eine ähnliche Entwicklung wie in den USA herbeizuführen. Innerhalb weniger Jahre haben es die Amerikaner durch die Schiefergasförderung vom Gas-Importeur zum
-Exporteur geschafft. 

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Die Internationale Energieagentur (IEA) vermutet in China riesige Schiefergas-Vorkommen von insgesamt 36 Billionen Kubikmetern – das ist in etwa das 360-fache des jährlichen Gasverbrauchs in Deutschland. Hohe Kosten sowie fehlendes technisches Know-how haben jedoch bis heute eine schnellere Entwicklung verhindert. Und auch künftig sei unter den gegebenen geologischen Bedingungen eine Förderung schwieriger und teurer als etwa in Nordamerika, so die IEA.  

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6,5 Milliarden Kubikmeter Schiefergas will das Land in 2015 produzieren und nach der jetzigen Entscheidung mit etwa 325 Millionen Euro bezuschussen. Eine wettbewerbsfähige Förderung mit 60 bis 100 Milliarden Kubikmetern möchte die Regierung dann bis spätestens 2020 erreichen.

Daniel Seeger
Keywords:
China | Schiefergas
Ressorts:
Governance

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