Digitalisierung
23.01.2018

Shell investiert in Blockchain-Start-up

Foto: Creative Commons
Die Royal Dutch Shell ist eines der weltweit größten Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen.

Nicht nur in der Branche der erneuerbaren Energien, auch bei den alten Ölriesen gewinnt die Blockchain-Technologie an Bedeutung. Dafür spricht die Beteiligung von Shell am Londoner Start-up Applied Blockchain.

Der Energieriese Shell hat sich bei dem Start-up Applied Blockchain eingekauft. Das Londoner Unternehmen teilt auf seiner Homepage eine Minderheitsbeteiligung im Rahmen einer ersten Finanzierungsrunde mit. Investiert hat neben Shell Trading International auch die Londoner Beteiligungsgesellschaft Calibrate Partners. Shell Trading International ist der Investmentarm des Öl- und Erdgas-Konzerns Royal Dutch Shell.

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Applied Blockchain entwickelt Blockchain-Anwendungen mit „Smart Contracts“, die eine technische Abwicklung von Verträgen und Vertragsinhalten ermöglichen. Zu den Kunden des Start-ups zählen bislang Banken, Telekommunikationsunternehmen, Automobilhersteller, verarbeitendes Gewerbe und Luftfahrtunternehmen. Die Energiebranche kommt mit Shell nun hinzu.

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Konsortium plant Blockchain-Handelsplattform

 

„Die Investitionen und Partnerschaften werden unser Wachstum beschleunigen und uns in die Lage versetzen, unsere Lösungen für ein wirklich globales Geschäfts-Ökosystem einzusetzen“, sagt Adi Ben-Ari, Gründer und Geschäftsführer von Applied Blockchain.

 

Bei Shell sieht man Blockchain als Technologie an, die den Handel von Öl transformieren könnte. „Blockchain-Anwendungen haben ein großes Potenzial, unsere Prozesse in der Energiewirtschaft zu verändern, indem wir die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten vereinfachen und unsere Kunden bedienen“, sagt Johan Krebbers, Technikchef bei Shell Global Solutions International. Mit der Investition in Applied Blockchain wolle man die Digitalisierung nutzen, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

 

Shells Beteiligung kommt nur wenige Monate, nachdem ein Konsortium der Ölkonzerne Shell, BP und Statoil angekündigt hat, bis Ende 2018 eine Blockchain-basierte digitale Plattform für den Handel mit Energierohstoffen zu entwickeln. Weitere Mitglieder des Konsortiums sind die Handelshäuser Gunvor, Koch Supply & Trading und Mercuria sowie die Banken ABN Amro, ING und Societe Generale.

 

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Carsten Kloth
Keywords:
Digitalisierung | Blockchain
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