Die KWK bleibt für ein Gelingen der Energiewende unverzichtbar. Optimale Brennstoffausnutzung durch gekoppelte Erzeugung sichert Wärme und bezahlbaren Strom, zum Beispiel durch vermiedenen Netzausbau.

Als Contracting-Branche befürchten wir, dass die KWK ihr volles Potenzial beim Klima- und Ressourcenschutz zukünftig nicht weiter entfalten kann. Dabei bleibt KWK für dezentrale Versorgungslösungen die Schlüsseltechnologie mit großem Potenzial, auch zur Integration erneuerbarer Energien.

Im ESCO-(„Energy Service Companies“)-Forum haben wir Lösungen erarbeitet, die weit über unsere Kernforderung nach Abbau ungerechtfertigter Diskriminierung des Contracting hinausgehen. Im Zentrum steht die Stärkung der Integration von KWK-Anlagen in das Strommarktdesign: KWK-Anlagen können durch flexibleren Betrieb Erneuerbare ergänzen und Strom bei Bedarf dezentral einspeisen.

Notwendig ist eine leichte Anhebung und Streckung der KWK-Förderung. Damit können die Zusatzbelastungen seit der EEG-Novelle 2014 bei der Eigenstromerzeugung abgefedert werden. Diese Kompensation sollte eine Erhöhung der KWK-Förderung um 1,5 Cent pro Kilowattstunde über den gesamten Förderraum umfassen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, bei neuen und bestehenden KWK-Anlagen die Dauer der Förderung von 30.000 auf 80.000 Vollbenutzungsstunden zu erhöhen. Hiermit könnte die Anhebung des Förderdeckels umgangen werden.

 

 

(foto: PR, Illustration: Marie Wolf)